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21.04.2017

So viel wie ein Auto

Projekttag des konfessionell-kooperativen RU im Gymnasium Nord

würde diese Monstranz kosten, antwortet Pfarrer Daniel. Etwas nüchtern klangt die Frage des Fünftklässlers, nachdem doch ein Raunen durch die Gruppe in der Sakristei von St. Antonius gegangen war, als der Pfarrer diese Kostbarkeit auspackte. Aber so dachten die damals wenig begüterten Gemeindemitglieder nicht, als sie vor 120 Jahren die Kirche bauten und dann noch eine solche Monstranz anschafften. Es wird also in der Gruppe darüber spekuliert, was sie wohl angetrieben habe. Das Interesse der Schüler vom neuen Gymnasium Nord ist groß, schließlich ist die ganze Schule, die in diesem Schuljahr ihren Betrieb aufgenommen hat, unterwegs (ein Bericht der Schule finden Sie hier). Vorbereitet wurden die SchülerInnen von den Religions- bzw. Ethiklehrern Fr. Oetken und Hr. Dr. Krieger, die darin eine Möglichkeit sehen, fächerübergreifend und gleichzeitig konfessionsbewusst diesen Projekttag zu gestalten. Denn das 5. Schuljahr wird konfessionell-kooperativ unterrichtet. "Da bietet gerade ein kirchraumpädagogischer ausgerichteter Tag eine gute Gelegenheit, dass die ansonsten gemischt-konfessionellen Lerngruppen einmal ihre je eigene Kirche kennenlernen und dabei auch ein Verständnis für die jeweiligen Besonderheiten entwickeln können," lautet es aus dem Vorbereitungsteam. So wie eben der katholischen St. Antonius Kirche, über die sie sich dann mit ihren evangelischen Mitschülern, die in der Wichern-Gemeinde zu Gast waren, in ihrer Klasse austauschen können. Eine Menge Material und Informationen sind da zusammengekommen, und da wird sicher noch die eine oder andere Relistunde Gelegenheit bieten, dies aufzugreifen. Aber schon vor Ort wurde manches klar, wie beispielsweise die Vermutung zum Anschaffungspreis der Monstranz wohl zutrifft: die Menschen wollten eben ihre besondere Verbundenheit und Liebe zu Gott dadurch ausdrücken, dass sie etwas ganz Kostbares herstellen ließen. Dass man Gott auch noch auf andere Weise ehren kann, dass wäre nun eine Lernaufgabe für die Religionsstunde nächste Woche...


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