Religionspädagogik

Religionsunterricht ist wichtig

Religionsunterricht ist mehr als Wissensvermittlung, er macht mit Formen des gelebten Glaubens vertraut und fördert die religiöse Dialog- und Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Damit leistet er einen eigenständigen und unersetzlichen Beitrag zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule sowie zur Identitätsfindung und Lebensbewältigung junger Menschen. Viele Kinder und Jugendliche kommen im Religionsunterricht zum ersten Mal in Berührung mit Kirche, Glauben und Gott.

Welche wichtige Bedeutung Religion für Kinder hat, sehen auch die Bildungsforscher. Im Zusammenhang mit der PISA-Studie sprechen sie davon, dass Religion einen eigenen, unverzichtbaren Zugang zur Welt erschließt, der durch keinen anderen Zugang zur Wirklichkeit ersetzt werden kann und der von unschätzbarer Bedeutung für die kindliche Entwicklung ist.

Unser Glaube kennt Fragen, er kennt aber auch Antworten. Die persönlichen Entscheidungen, die Kinder und heranwachsende Menschen aus religiöser Sicht treffen, sind nur dann tragfähig, wenn sie sich auf der Grundlage eines soliden Wissens ergeben. Es geht um mehr als bloße Sachinformation. Religiöse Fragen betreffen unsere Seele. Wir werden sensibel und aufmerksam für Gott und die Menschen, für Freude und Hoffnung und gegenüber Ungerechtigkeit, Not und Leid.

Religionsunterricht bildet uns

Das Christentum hat unsere Kultur geprägt. Wir können unsere Gesellschaft weder verstehen noch gestalten, wenn wir die Werte, die aus der biblischen Tradition kommen, nicht beachten. Jesus von Nazareth und sein Evangelium, das im Alten Bund wurzelt, ist in unserer Kultur tief verankert. Denken wir nur an seine faszinierende Gestalt und seine Botschaft, an sein jüdisches Volk und dessen Geschichte, an die Schöpfungserzählung und die Zehn Gebote, an die christliche Symbolwelt und den Jahreskreis der Kirchenfeste.

Religionsunterricht ist konkret

Guter Religionsunterricht ist anschaulich und handlungsorientiert und lebt von Pädagoginnen und Pädagogen, die dem Glauben und der Kirche in ihrer Schule ein freundlich einladendes Gesicht geben, indem sie die ihnen anvertrauten Kinder an die Hand nehmen und sie im Glauben begleiten. Schülerinnen und Schülern soll im Religionsunterricht ein profiliertes Angebot religiöser Beheimatung im Lebensraum ihrer Schule gemacht werden. Ein so verstandener Religionsunterricht scheut sich nicht, Schülerinnen und Schüler mit Formen des gelebten Glaubens in Kontakt zu bringen und so vielleicht neugierig darauf zu machen, "wie katholisch geht".

Religionsunterricht ist herausgefordert

Religionsunterricht steht angesichts einer zurückgehenden religiösen Erziehung im Elternhaus, einer abnehmenden Schülerzahl und der Zunahme von Schülern mit Migrationshintergrund (darunter vor allem Muslime) vor großen Herausforderungen. In einer stärker multireligiös und atheistisch geprägten Gesellschaft muss er seinen Platz behaupten. Die großen Fragen nach dem Woher und Wohin der Kinder und Jugendlichen bleiben jedoch. Hier setzt der katholische Religionsunterricht an: anschaulich, handlungs- und erfahrungsorientiert, gelebten Glauben vermittelnd durch glaubwürdige und authentische Pädagoginnen und Pädagogen.

 

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