Kategorien &
Plattformen
Offenbarung im Fleisch
Offenbarung im Fleisch

Offenbarung im Fleisch

Mit dem heiligen Bartholomäus hat der international erfolgreiche Illustrator Marco Wagner ein Werk geschaffen, das in seiner Drastik herausfordern will. Es zitiert die von Marco d’Agrate geschaffene Statue des bei lebendigem Leib gehäuteten hl. Bartholomäus im Mailänder Dom (1562). In seiner drastischen Bildsprache konfrontiert es mit der Verletzlichkeit und Verwundbarkeit des Menschen

LIMBURG.- Der neue Eulenfisch ist da. Aufgetaucht aus dem schier unendlichen Meer der Leib-Seele-Diskussionen. Dabei bringt er vielfältige und neue Perspektiven auf dieses alte Thema mit. Die aktuelle Ausgabe des Limburger Magazins für Religion und Bildung dreht sich um "Leib und Leben", um den Modus und die Ambivalenz des Menschseins. "Unser Körper ist nicht alles, aber ohne unseren Körper ist alles nichts", erklärt Chefredakteur Martin Ramb vom Bistum Limburg. "Unser Leib ermöglicht uns einen vorbegrifflichen Weltzugang und ist die natürliche Voraussetzung, mit anderen Menschen in Beziehung zu treten". Philosophen, Theologen und Forscher denken schon lange über das Verhältnis von Körper und Seele bzw. Geist nach. Das Christentum hat dabei eine besondere Beziehung zur Körperlichkeit, da es an die Menschwerdung Gottes glaubt. "Eine Offenbarung im Fleisch", so Ramb. Das spiegele sich auch in der Bildsprache wider: "Die Darstellung von Körperlichkeit - in ihrer Schönheit wie in ihrem Geschundensein - stellte für das Christentum nie ein Problem dar, da Gott unser Fleisch durch seine Inkarnation geheiligt hat. Jetzt an Weihnachten feiern wir diesen revolutionären Medienwechsel." Körperkult als verkappte Leibfeindlichkeit Weitere Themen sind neben der Leiblichkeit im Christentum beispielsweise "Körperkult als verkappte Leibfeindlichkeit", "Optimierungsphantasien" oder unter der Rubrik Unterrichtsmaterialien "Effekte leiblichen Lernens". Auch die Eucharistie oder das Pilgern werden mit Beiträgen von Professor Eckhard Nordhofen und Pfarrer Dr. Christof May unter diesem Themenschwerpunkt beleuchtet. Eine Besonderheit des neuen Hefts ist eine Interviewreihe mit Menschen, die in besonderer Weise mit dem Thema Körperlichkeit zu tun haben: Das sind Interviews mit einem Modedesigner, einer Medizinstudentin, einem Bestatter und einer Psychologin mit Muskeldystrophie. 

Weisheit und Glaube werden zu einem Eulenfisch

Der Eulenfisch ist das Bildungs- und Kulturmagazin des Bistums Limburg. Es erscheint zweimal im Jahr und richtet sich an Religionspädagogen und an religiösen Bildungsfragen Interessierte. Der Magazinname ist Programm: Eule und Fisch bilden eine Allegorie für das katholische Konzept theologischer Erkenntnis. Die Eule als Symbol der Weisheit verbindet sich mit dem Fisch als Symbol des Glaubens. Herausgegeben wird der Eulenfisch vom Bischöflichen Ordinariat Limburg. Interessierte können das Magazin beim Dezernat Schule und Bildung (06431/295-424) oder per E-Mail: eulenfisch(at)bistumlimburg.de für 7 Euro bestellen. Weitere Informationen gibt es unter www.eulenfisch.de. (fl)