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Corona als Digitalisierungs-Katalysator

Der neue Eulenfisch erscheint am Montag, 14. Dezember
Corona als Digitalisierungs-Katalysator
Corona als Digitalisierungs-Katalysator
Eine Krankenschwester als Heilige in der Coronazeit zeigt das Cover des neuen Eulenfischs. © Wanda Hutira/ Agentur McCann Bucharest/ Eulenfisch

Seit vielen Monaten gibt es ein Thema, das den Alltag prägt: die Corona-Pandemie. Und auch der neue Eulenfisch, das Limburger Magazin für Religion und Bildung, widmet sich diesem Problem. Dabei fokussiert sich das Heft, das am Montag, 14. Dezember 2020, erscheint, auf das Gegensatzpaar Nähe und Distanz.

Dass das Virus in gewisser Weise wie ein Katalysator wirke, davon schreibt Chefredakteur Martin Ramb in seinem Editorial. „Ein Katalysator, der Prozesse in nie geahnter Weise beschleunigt, freilich mit all den auch zu beklagenden Nebenwirkungen“, schreibt Ramb. Ihm geht es dabei um die Digitalisierung in den Schulen. „Was bis dahin als undenkbar galt, wird jetzt auf einmal Realität: Schule findet bis auf weiteres auch zuhause statt, Unterricht wird plötzlich hybrid und das Internet wird zu einem virtuellen Klassenzimmer.“ Gerade auch die Lehrer und Lehrerinnen haben in dieser Krise gezeigt, dass ihr Beruf systemrelevant sei. Sie stifteten das, was über reinen Wissenserwerb hinausgehe und was allgemein Bildung genannt werde. Ramb betont: „Als soziale Wesen brauchen wir ein Gegenüber, um geistig und charakterlich reifen zu können.“

Bedeutung des Religionsunterrichts

Um Systemrelevanz geht es auch im Beitrag von Ursula Schumacher, Professorin für Katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Sie widmet sich der Frage, ob und inwiefern der Religionsunterricht diese Bedeutsamkeit habe. „Gerade in einer Krisenzeit, die mit mannigfaltigen Belastungen – auch im privaten Kontext – einhergeht, hat dieses Fach seine Bedeutung als Ort, an dem Fragen des Lebens zum Thema werden und Antwortangebote reflektiert und diskutiert werden können“, schreibt die Professorin. 

Frank van der Velden, Studienleiter für interreligiöse Bildung im Diözesanwerk Limburg und Lehrbeauftragter für interreligiöses Lernen an der Universität Mainz, beschäftigt sich mit dem Thema digitale Bildung und interreligiöse Kompetenz. Dabei nimmt er einerseits Bezug auf neue Rollen der Lehrenden, der Lernenden und auch der Eltern – andererseits geht er auf digitale Formate und deren Grenzen ein.

Eine große Fotostecke in der Mitte des Heftes betont die Zeit des Lockdowns. Die Fotografen Felix Adler und Thomas Victor aus Leipzig fingen den Alltag dieser besonderen Zeit in Ostdeutschland ein: leere Straßen und Plätze, Gottesdienst per Tablet in der Küche ebenso wie Warten mit Abstand. Die Fotos werden zudem im kommenden Sommer in einer Ausstellung im Galeriebunker b-05 in Montabaur zu sehen sein.

Hintergrund:

Der Eulenfisch ist ein Magazin für Religion und Bildung und erscheint zweimal im Jahr. Der Magazinname ist Programm: Eule und Fisch bilden eine Allegorie für das katholische Konzept theologischer Erkenntnis. Die Eule als Symbol der Weisheit verbindet sich mit dem Fisch als Symbol des Glaubens. Herausgegeben wird der Eulenfisch vom Bischöflichen Ordinariat Limburg. Interessierte können das Magazin beim Dezernat Schule und Bildung unter der Telefonnummer: 06431/295-316 oder per E-Mail an verlag@bistumlimburg.de bestellen. Weitere Informationen gibt es unter www.eulenfisch.de

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Bistum Limburg

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